Grüner Wasserstoff mit Offshore-Windenergie

Ziel dieses über zwei Jahre vom Umweltministerium des Landes Niedersachsen geförderten Projektes ist es, einen breit angelegten Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette Offshore-Wind und Wasserstoff insbesondere im Land Niedersachsen zu befördern. Eingebunden werden Politik, Industrie und Forschung. Zudem sollen entsprechende Nutzungskonzepte für Grünen Wasserstoff entwickelt werden.

Hintergrund des Projektes

Mit der Verabschiedung der WindSeeG-Novelle Ende 2020 wurden die Ausbauziele für Windkraft auf See in Deutschland von 15 GW auf 20 GW bis 2030 angehoben. Bis zum Jahr 2040 soll eine Kapazität von 40 GW aufgebaut werden. Diese erhöhten Ausbauziele unterstreichen das Potenzial der Offshore-Windenergie für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. So sind im Flächenentwicklungsplan 2020 bereits zwei kleine Gebiete für die sonstige Energiegewinnung ausgewiesen worden, auf denen Pilotprojekte realisiert werden sollen.

Die Bedeutung des Aufbaus einer Wasserstoffwirtschaft insbesondere auf Basis von Erneuerbarer Energie haben die deutschen Küstenländer in ihrer Norddeutschen Wasserstoffstrategie bereits im November 2019 herausgestellt. Im Juni 2020 folgte die Bundesregierung mit der nationalen Wasserstoffstrategie, welche die Produktion, den Transport und die Nutzung von grünem Wasserstoff klar in den Fokus stellt und einen Ausbau von 5 GW an Wasserstoffkapazität bis 2030 vorsieht. Die Europäische Kommission veröffentlichte im Juni 2020 ebenfalls eine Europäische Wasserstoffstrategie. Die Veröffentlichung dieser drei Strategiepapiere in dichter Folge signalisiert den Willen von politischen Akteuren auf allen Ebenen, die Energiewende innerhalb von Deutschland und Europa unter besonderer Berücksichtigung des Aufbaus
einer grünen Wasserstoffwirtschaft weiterzuentwickeln.

In Folge der Covid-19 Pandemie hat die deutsche Bundesregierung wie auch die EU-Kommission Investitionen in die Entwicklung Erneuerbarer Energien insbesondere auch in den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft als essenzielle Komponente von etwaigen Aufbauplänen identifiziert.

Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE wird das Land Niedersachsen bei der Umsetzung der erhöhten Ausbauziele und der Nutzung aller Potenziale der Offshore-Windenergie für die Produktion von grünem Wasserstoff unterstützen.

Projektziele und Schwerpunkte

Vorrangiges Ziel des Projektes ist es, den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Akteursgruppen auf unterschiedlichen Ebenen zu fördern, z.B. zwischen Offshore-Windparkbetreibern, Anlagenherstellern und Zulieferindustrie, Behörden und Politik, Gas- und Stromnetzbetreibern, der Elektrolyseindustrie und anderen Industrieakteuren, sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen. Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Projektes mehrere Veranstaltungen durchgeführt, welche sich den vielfältigen Aspekten der Umsetzung einer grünen Wasserstoffstrategie widmen. 

Die Stiftung unterstützt das Land bei der Umsetzung der im WindSeeG formulierten Ausbauziele für Offshore-Wind sowie der in den Wasserstoffstrategien von Bund und Ländern formulierten Perspektiven für Grünen Wasserstoff. Dazu zählen u.a. die fachliche Begleitung zur Weiterentwicklung der rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen, Markt- und Technikanalysen sowie Dialogformate mit verschiedensten Akteursgruppen.

Ein weiteres Thema im Rahmen der Projektziele ist auch die Diskussion über mögliche Geschäftsmodelle für Grünen Wasserstoff. Die Stiftung OFFSHORE WINDENERGIE versteht sich hier als Plattform zur Unterstützung eines fachlich fundierten Austauschs.

Am Ende des Projektes steht eine Roadmap, die eine schrittweise Umsetzung der Ausbaustrategie für Grünen Wasserstoff aus Offshore-Windenergie darlegen soll. Grundlage für eine solche Roadmap werden die zahlreichen Hintergrundanalysen und Positionspapiere bilden, die im Rahmen des Projektes erstellt werden.

Projektzeitraum und Förderung

Fördergeber: Umweltministerium des Landes Niedersachsen

Laufzeit: 25 Monate

Projektstart: 12/2020

Projektende: 12/2022

Ansprechpartner

Andreas Mummert: a.mummert@offshore-stiftung.de

Marlen Sunnyi Bohne: m.bohne@offshore-stiftung.de