SeeOff

Strategieentwicklung zum effizienten Rückbau von Offshore Windparks

Hintergrund

In der deutschen Nord- und Ostsee befanden sich Mitte 2018 über 1.100 Offshore Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 5,3 GW in Betrieb. Bis 2020 soll der Ausbau nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung auf 6,5 GW und bis 2030 auf 15 GW erhöht werden. In der deutschen Nord- und Ostsee werden in den nächsten 10-15 Jahren erste Offshore-Windparks zurückgebaut werden müssen.

Rückbaustrategien benötigen eine ganzheitliche Betrachtung der Demontage, Logistik und Entsorgung. Derzeit sind weder die mit dem Rückbau verbundenen Anforderungen, Techniken oder Verfahren, noch die daraus resultierenden Kosten und Wirkungen auf Mensch und Umwelt ausreichend bekannt.

Der Rückbau ist ein Teil des Lebenszyklus von Energietechnologien. Um die Offshore Windenergie in Deutschland auch langfristig nutzen und ausbauen zu können und dadurch den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter zu stärken, müssen frühzeitig kosten- und umwelteffiziente Rückbaustrategien entwickelt sowie Erkenntnisse in die Planung, Errichtung und den Betrieb von künftigen OWPs überführt werden.

Projektziele und Projektschwerpunkte

Das Forschungsvorhaben SeeOff hat zum Ziel, die am Rückbau beteiligten Unternehmen zu befähigen, effiziente Rückbaustrategien zu ermitteln. Rückbaustrategien sind effizient, wenn sie kostengünstig sind, alle rechtlichen Vorgaben erfüllen, mit einer hohen Arbeitssicherheit und Akzeptanz einhergehen sowie den Schutz der Umwelt gewährleisten. Im Rahmen des Projektes soll in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und in Abstimmung mit weiteren Vertretern der Branche ein Rückbauhandbuch entwickelt werden. Dieses soll die Akteure der Branche dazu befähigen, eigenständig Rückbaustrategien zu entwickeln und diese hinsichtlich ihrer Effizienz zu bewerten. Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE ist Projektpartner und wird sich insbesondere mit den rechtlichen und umwelttechnischen Fragestellungen auseinandersetzen.

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Projektpartner

Projektkoordinator ist die Hochschule Bremen. Zu den Verbundpartnern gehören weiterhin die Deutsche Windtechnik Repowering GmbH & Co. KG, die Nehlsen GmbH & Co. KG und die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE. Zur Ergänzung der Expertise und Evaluation der Projektergebnisse erfolgt ein enger Austausch mit den assoziierten Partnern Vattenfall Europe Windkraft GmbH, TenneT Offshore GmbH und EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Projektzeitraum und Förderung

Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren (November 2018 – Oktober 2021) und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.